Erschienen in der Yburg Rundschau Herbst 2010

Rico Leonetti will eigene Weine ausbauen


Übernahme von Kellerei und Rebfläche des Neuweierer Weinhauses Fröhlich


Baden –Baden Neuweier. Weine, Sekte und auch Destillate sind die Standbeine des neuen „ Weingutes Fröhlich – Leonetti “ in Neuweier. Rico Leonetti aus der Bocksbeutelstraße hat den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Gut sechs Hektar bewirtschaftet er bereits, darunter die elterlichen Rebstücke und seit kurzem auch die des Neuweierer Weinhaus Fröhlich übernommenen beziehungsweise gepachteten Flächen. Hinzu kommen Obstbau und Brennerei.

Rico Leonetti ist Diplom – Ingenieur für Weinbau und Oenologie, sein Studium absolvierte er in Geisenheim sowie in Italien. Praktika führten in nach übersee. In Australien und Kanada sammelte er Erfahrungen in dortigen Weinbaubetrieben. Auch den Weinbau in Italien lernte er vor Ort kennen.


Zuletzt arbeitete er eineinhalb Jahre bei einem renommierten Weingut, einem Prädikatsweingut, in Deidesheim in der Pfalz, das für seine Riesling – Weine bekannt ist. Nun wolle er eigene Weine ausbauen, berichtet Rico Leonetti. Da habe es sich angeboten, die Kellerei, die Kellerei inclusive Produktionsanlagen und Inventar sowie die Rebflächen des Weinhauses Fröhlich zu übernehmen. „ Ich war auf der Suche nach einem Nachfolger “ , informiert Eduart Fröhlich.


Da sei er auf Rico Leonetti aufmerksam geworden, der sich selbständig machen wollte. Rasch sei man sich nach einigen Gesprächen einig gewesen, und bereits die Lese im vergangenen Herbst habe unter Regie von Rico Leonetti stattgefunden, der nun auch den Wein ausbaut.

Der Betrieb firmiert nun unter dem Namen „Weingut Fröhlich – Leonetti“ und ist in der Mauerbergstraße 62 im ehemaligen Weinhaus Fröhlich neben der Gaststätte beheimatet. Dort soll noch die vorhandene Probierstube beziehungsweise der Verkaufsraum umgestaltet werden. „Die Einrichtung einer Vinothek sowie feste Öffnungszeiten sind vorgesehen “ , so Rico Leonetti. Eine Zweigstelle des Betriebes befindet sich in der Bocksbeutelstraße 2A.


Bereits in vierter Generation hatte Eduart Fröhlich  seinen vom Urgroßvater 1876 gegründeten Betrieb geführt.


Seit der Übernahme im Jahre 1969 legte er den Schwerpunkt auf den Riesling als Hauptsorte sowie Müller – Thurgau, Spätburgunder, Weiß - und Grauburgunder als weitere angebaute Sorten.

Die einst bestehende Erzeugergemeinschaft – mehrere Winzer brachten ihre Trauben ein -  wurde bereits vor fünf Jahren aufgelöst. Nicht betroffen von der Betriebsübergabe ist das Gasthaus „Zum Engel“.  „ Dies wird nach wie vor von uns in gewohnter Weise als Weinstube und Restaurant fortgeführt “, so Eduart Fröhlich.


Zum leckeren Essen wird es künftig dann aber die von Rico Leonetti ausgebauten Weine geben. Dieser will den Weinfreunden eine reiche Auswahl bieten. Das Anbaugebiet reicht von Sinzheim bis Eisental, darunter beste Lagen wie etwa Mauerberg oder Altenberg. Auch Sekte finden sich im Ausschank, ebenso Destillate.


Bei letzteren bringt Vater Antonio Leonetti seine umfangreiche Erfahrung mit ein. Fort- und Weiterbildung wird bei Rico Leonetti übrigens groß geschrieben. Zur Zeit bildet er sich im Brennereiwesen fort und besucht entsprechende Kurse.

Eine Preisliste / Broschüre erhalten Sie jederzeit, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen:

Weingut Leonetti • Rico Leonetti   • Bocksbeutelstraße 2A   • 76534 Neuweier Tel: 07223-9158243  Fax: 07223-9158299   •  Mobil: 0177-1669067

oder via Email:  Kontakt

Presse

Dazu wurde eigens, eine moderne Abfüllanlage aus dem Kaiserstuhl geordert. Gerade ist der Riesling an der Reihe, anschließend stehen Grau- und Weißburgunder sowie Müller-Thurgau auf dem Abfüllprogramm.


Chef Rico Leonetti und seine fünf Helfer müssen sich angesichts des vollen Programms sputen, denn sie wollen auch noch die Rotweine in die Flaschen bringen. Ein Teil hat im Tank gelagert, ein anderer Teil des Spätburgunders hat Leonetti in neu erworbenen Barrique –Fässchen gelagert – er will ihm etwa ein Jahr Zeit zum Reifen genehmigen. Seit Herbst 2010 ist der Neuweierer Diplomingenier für Weinbau und Getränke-technologie, Rico Leonetti, Herr über Presse und Fässer im Weingut Fröhlich an der Mauer-bergstraße .


Inhaber Eduart Fröhlich hat im Herbst 2010 sein Weingut in jüngere Hände übergeben. In Leonetti habe er einen fähigen, gut ausgebildeten Nachfolger gefunden, freut er sich. Eigentlich hat der junge Weinbaufachmann zwei Berufe.


Nach der Realschule machte er zunächst eine Ausbildung als Zimmermann, schloss diese mit der Gesellenprüfung ab und arbeitete noch einige Zeit in seinem Beruf.

Dann suchte er ein interessanteres  Ziel. Er holte das Fachabitur nach und beschloss, an der bekannten Weinbau Fachhochschule in Geisenheim im Rheingau Weinbau und Oenologie (Kellerwirtschaft) zu studieren.


Anschließend erweiterte er seine Erfahrungen im Pfälzer Weingut Bassermann & Jordan, einem der angesehensten Privatweingüter Deutschlands. Und schon während des Studiums erkundete er  Weinbaumethoden in den Italienischen Regionen Friaul und Apulien, lernte auch die Besonderheiten des Sizilianischen Weinbaus kennen.


Selbstverständlich ist dem jungen Neuweierer Rico Leonetti (der Vater stammt aus der Gegend von Bari in Süditalien) die Arbeit im Weinberg, von Kindheit an vertraut. Während des Studiums erwarb oder pachtete er überdies Rebgrundstücke, pflegte sie an den Wochenenden und lieferte sie an die Winzergenossenschaft ab. Zusammen mit den Parzellen der Familie und einem weiteren Hektar Rebfläche, das er von der Familie Fröhlich gepachtet hat, bewirtschaftet er nun sechs Hektar Weinberge – „ viel Arbeit für einen     Ein– Mann–Betrieb“, schmunzelt er.

Die anerkannt gute Qualität der Fröhlichen Weine werde er nach Kräften fortsetzten, sie nach Möglichkeiten gar noch steigern, erklärte er. Erste neue Ideen hat er bereits umgesetzt. So hat er einige kleine Barriquefässer angeschafft (Inhalt 225 Liter),  in denen Spätburgunder und Riesling ihre besondere Note bekommen sollen. In einem 500 Liter Holzfass ist bis jetzt Weißburgunder gereift.


Eduart Fröhlich macht in diesen Tagen einen sichtlich zufriedenen Eindruck: „Die Doppelbelastung von Gaststätte und Weingut ist weg“, sagte er. Vor vierzig Jahren habe er das Weingut von seinem Vater übernommen, erzählt er, das somit in vierter Generation in der vierten Generation in der Hand der Familie Fröhlich war.

Als sein Vater, der Engelwirt, einige Jahre später starb, übernahm er auch die Gaststätte und pflegte die bei den Gästen so geschätzte „ Schwarzwälder Gastlichkeit “. „Das wird auch weiterhin so bleiben“, beruhigt er seine Gäste. Der Name Weingut Fröhlich verschwindet mit der Verpachtung des Weingutes nicht ganz von der Liste der selbständigen Weingüter des Reblands. Denn auf dem Etikett der Flaschen lebt er als „ Weingut Fröhlich – Leonetti “ weiter.

Zeitungsbericht Badisches Tageblatt , vom  März 2011 -  Text:  Doris Steffens


Rico Leonetti führt traditionsreiches Weingut weiter


Eigens eine moderne Abfüllanlage aus dem Kaiserstuhl geordert:

Weine des Jahrgangs 2010 in Neuweier abgefüllt


Neuweier – Klappernd drehen die farblosen Weinflaschen ihre Runden entlang der Füllventile, erhalten den Flaschenverschluss, werden automatisch mit die Etiketten versehen. Vater Antonio Leonetti sorgt mit wachsamen Auge dafür, das alle Flaschen richtig „laufen“, während Mutter Ursula Kaffeekannen, dazu Brezeln und Berliner zum Frühstück anschleppt. Im Weingut Fröhlich – Leonetti in Neuweier an der Mauerbergstraße ist Großeinsatz, denn die neuen Weine des Jahrgangs 2010 werden abgefüllt.

2014
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2012Weinlese_2012.html

News: Weine von Fröhlich Leonetti gehören zu den Top-Ten 2013 der Ortenauer Rieslinge.


Der Badische Weinbauernverband hatte dieses Jahr 90 Weine aus 28 Betrieben verkostet, beim Jahrgang 2012, der ein besonders gutes Riesling Jahr war. „Das Niveau der Rieslinge ist allgemein nach oben gegangen“, wurde seitens der Exprten-Jury verdeutlicht.  Dies sei dem konsequenten Qualitätsstreben der Ortenauer Betriebe geschuldet.


Die Prämierung fand im Hotel Dollenberg statt, der Hotelier Manfred Schmiederer war selbst zugegeben, ein passendes Menü wurde inder Sterneküche von  Martin Herrmann kreiert.


Besondere Ehre kam Rico Leonetti zuteil, dessen erster selbst-ausgebauter Jahrgang gleich punkten konnte und  ihn in den „Olymp der Ortenauer Winzer“ katapultierte.


Zeitschrift:  Wein + Markt 12/2013  Neue Namen braucht das Land


Der badische Talentschuppen ist nicht klein. Und gelegentlich tauchen in ihm auch altbekannte Namen auf. Beispiel: Armin Göring aus Bischoffingen, einstmals Chef des Deutschen Weininstituts.Als 2006 sein Engagement in Mainz beendet wurde, sattelte er um auf Winzer, erzeugt inzwischen guten Weiß- und Grauburgunder sowie einen saftigen Pinot Noir. Die Weine werden als Landwein deklariert.

Ein echter Newcomer ist Sven Nieger aus Baden-Baden. Der Seiteneinsteiger ohne weinbauliche Heimaterde eröffnete erst im Mai 2013 offiziell sein „Boutique-Weingut“, nachdem er nach dem Studium in Geisenheim (2004-2009) einige weinbauliche Erfahrungen bei Mitarbeit und Praktika (u.a. Johner, Stallmann-Hiestand, Schloss Eberstein, Siener in der Südpfalz, Salomon in Krems sowie in Neuseeland) sammelte. Auf seinen inzwischen 3 ha in den Lagen Neuweierer Mauerberg, Varnhalter Kosterbergfelsen und Umweger Stich den Buben erzeugt er mineralischen, betont herben Riesling mit Strahlkraft.


Ebenfalls ein neuer Name aus der Ortenau ist Rico Leonetti aus Neuweier, der ab dem Jahrgang 2010 das örtliche Weinhaus Fröhlich übernahm und den Betriebsnamen in Fröhlich-Leonetti umbenannte. Der Geisenheim-Absolvent war zuvor bei Bassermann-Jordan in der Pfalz tätig und nutzte dann die Chance für die Selbstständigkeit in Neuweier. Vor allem mit seiner Riesling-Kollektion und einer feinherben Scheurebe kann er überzeugen  ( Quelle: Wein+Markt 12/2013)

2014Weinwanderung_Neuweier.html

Weingut Leonetti • Neuweier bei Baden-Baden